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Kriegsgefangenschaft in der Sowjetunion - Bericht aus den Memioren von Dr. Rudi Kupfer

Der Anlass für diesen Text ist ein Artikel in der Onlineausgabe des Magazins "Russia Beyond the Headlines". Eigentlich ist es weniger der nicht besonders erbiebige, weil zu oberflächliche, aber mit interessanten Bildern versehene Text von "Russia Beyond" selbst, sondern es sind vielmehr die teilweise revisionistischen bis grotesk dämlichen Kommentare deutscher Leser zum Artikel, die mich bewogen, den nachfolgenden Text zu verfassen, mit dem ich einige sachdienliche Ergänzungen zum Thema Kriegsgefangenschaft in der Sowjetunion aus den Memoiren meines Vaters liefern kann.

200 Jahre Karl Marx

Gestern, am 5. Mai, durften oder mussten wir - je nach politischer Einstellung, die heutzutage meist nicht mehr als eine Befindlichkeit und mithin seltener im Kopf, dafür umso öfter im Bauch angesiedelt ist - den 200. Jahrestag der Geburt von Karl Marx, einem der größten oder gefährlichsten - ebenfalls je nach politischer Einstellung - Denker der Neuzeit, feiern oder bedauern - auch dies je nach ... Sie wissen schon.

Der Fall "Glaser for Bundestagsvizepräsident", der Staat und die Religionsfreiheit

Da erdreisten sich die dummerweise in den Bundestag gewählten Islamhasserrassistennazis und quasi fleischgewordenen Inkarnationen all dessen, was es sonst noch Böses auf der Welt gibt, doch tatsächlich, unverschämterweise ihren Wunschkandidaten als Bundestagsvizepräsident durchsetzen zu wollen!

Das Elend des Liberalismus oder: Alles Nazis außer Mutti!

Einleitende Anmerkung: Der nachfolgende Text ist die Dokumentation einer kleinen Plauderei, in die ich mit Christoph Giesa geriet, einem Journalisten, der sich seiner Selbstdarstellung zufolge für liberal hält. Anlass war die seinerseitige Verlinkung eines Spiegel-Artikels, in dessen Teaser Giesa das kleine Kunststück fertigbrachte, Matussek und Tichy in die "Gedankenwelt" eines Höcke, der Reichsbürger, eines Breivik und der Attentäter von Köln und München zu stellen - und das mit nur 29 Worten.

Das Phänomen der Begriffs-, die eigentlich eine Sinnverschiebung ist, im liberalen Gesellschaftsdiskurs - oder was von diesem übrig ist

Einleitende Anmerkung: Der Text vom 17.04.2017 ist mein Beitrag zu einer kleinen Diskussion auf Facebook, deren Einstiegsbeitrag die Frage nach Ursache und Folgen der Bedeutungsverschiebung diverser Begriffe im öffentlichen Diskurs am Beispiel der Begriffe Kritik und Problem erörtert und Massenwohlstand nebst Massenkonsum als Ursache zur Debatte stellt. Ich stelle den Text hier ein, weil er Anmerkungen enthält, die ich schon seit geraumer Zeit mal loswerden werden wollte, entsprechend episch fällt der Text - nach langer Zeit mal wieder - aus, was aber denen, welche mich aus "alten", nämlich den Vor-Sozialnetzzeiten kennen, durchaus bekannt vorkommen dürfte. :-)

Wer's glaubt, wird selig.
Die Versuchung der Frömmelei - Nachdenken über das Dilemma der Unvereinbarkeit von Wille und Religion

Immer mal wieder bricht in den diversen Internetmedien, derzeit ist das allgemein favorisierte Facebook, eine Debatte über das Für und Wider von Religionen los, die sich schnell zu Debatten über Sinn und Unsinn des Glaubens an und für sich ausweiten. Eins der größeren Probleme dieser Debatten ist, dass es den meisten Diskutanten selten gelingt, zwischen Religion und Religiosität unterschieden, zumindest gelingt es nicht, diesen Unterschied in der Argumentation zu berücksichtigen.

Wollen, wünschen, können - oder was?
Ein kleiner Ausflug in die Welt akademischen Unfugs

Es scheint hierzulande eine Art Mode geworden zu sein - wann immer der philosophierenden Zunft kontemplativ zumute ist, wann immer sie in all der Mühsal, von den harten Lehrstühlen deutscher Universitäten herab der tumben Menschheit Sinn und Zweck ihrer Existenz erklären zu müssen, ein wenig Zeit und Muße findet, neigt sie dazu, sich der Erörtertung des Willens zu widmen und ein Viertelstündchen das zu ventilieren, was sie für den freien Willen hält.

Wie Wikipediafehler entstehen können

Jüngst stolperte ich bei einem Spaziergang durchs Netz über einen merkwürdigen Eintrag bei Wikipedia. Dort ist das Bild eines Netzfrequenzinduktionsofens, vor dem ich selbst einige Jahre meines damals noch jungen Arbeitslebens verbrachte, als Elektronenstrahl-Mehrkammerofen beschrieben, was falsch ist, und der an ihm tätige Arbeiter ist als Metallurge für Hüttentechnik ausgewiesen, was nur bedingt richtig ist. [1] Eine weiterführende Recherche ergab, dass es sich dabei nicht um einen einmaligen Fehler handelt, sondern dass ganze Bildserien der Wikimedia Commons in der Kategory Auerhammer auf diese Weise falsch bzw. kommentierungsbedürftig ausgezeichnet sind.

Sascha Lobo in Stalingrad

Merkt es niemand? Wirklich niemand? Genügen das Etikett "SPON", ein rotgefärbter Irokese und die Schublade "Irgendwie links, aber hundertprozentig liberal-grundgesetzdemokratisch" wirklich, um ein anmaßend bildungsdünkelhaftes und seltsam verschwurbelt naziverkacktes Pamphlet unter die Leute zu bringen, die das dann quasi reflexartig liken, teilen und "Ich hab's ja schon immer gesagt!"-bejubeln, ohne dass auch nur einem Leser auffällt, was für ein Dreck das eigentlich ist?

PEGIDA - Panische Eliten gegen irritierte Dresdner Abendspaziergänger

Es ist viel berichtet, erzählt, fabuliert und halluziniert worden über das Phänomen, dass seit einigen Wochen als PEGIDA und deren Ableger die Nation umtreibt. Deshalb will ich an dieser Stelle nicht den gefühlt achttausendneunhundertzweiundvierzigsten Kommantar zu Sinn resp. Unsinn dieses Phänomens vorlegen, sondern - so kurz und knapp mir das möglich ist - auf einige Aspekte hinweisen, die in der Berichterstattung sonst eher untergehen.

Der Wille? Der Wille!

Nihil aliud a voluntate est causa totalis volitionis in voluntate.
Nichts als der Wille ist die Gesamtursache des Wollens.

Duns Scotus

"Denken ohne Geländer" - Hannah Arendt

Es wäre viel gewonnen, wenn wir das bösartige Wort "Gehorsam" aus dem Vokabular unseres moralischen und politischen Denkens streichen könnten. Wenn wir diese Fragen durchdenken, könnten wir ein gewisses Maß an Selbstvertrauen und sogar Stolz zurückgewinnen, das, was frühere Zeiten die Würde oder die Ehre, vielleicht nicht der Menschheit, so doch des Menschen, genannt haben.
Hannah Arendt

Willensethik

"Willentliches Handeln? Handeln in Verantwortung? Das tue ich doch sowieso..." wird gern gefragt und im selben Atemzug entgegnet, wenn die Sprache auf die Bedingungen und Möglichkeiten menschlichen Handelns kommt. Ist das wirklich so, tut "man", wer immer das sein mag, wirklich das, was er oder sie "will"? Ich will versuchen, einen Ansatz zu einer Ethik des Willens zu skizzieren. Was der Leser daraus bleibt, bleibt natürlich eine Frage seines Willens. :-)

Was übrigblieb - Sozialismus revisited

Im Jahr 2007 begab ich mich auf eine Fotoexkursion, die mir deshalb besonders wichtig war, weil sich meine nähere Bekanntschaft mit dem MfS und der Umstand, daß man sich dort gehalten sah, mir für eine Weile Kost und Logis in einem ihrer Zuchthäuser angedeihen zu lassen, zum fünfundzwanzigsten Mal jährte.

Die RAF-Ausstellung im Kunst-Werke Berlin e.V. - Review und Assoziationen

Am 21. April 2005 veranstaltete Mentopia einen Gruppenausflug zur Ausstellung "Zur Vorstellung des Terrors: Die RAF-Ausstellung" im o.g. Kunstverein. Es gab im Vorfeld zu dieser Ausstellung diverse Meinungsäußerungen in der Presse, die sich mit dem Sinn einer solchen Darstellung der RAF-Geschichte generell befaßten und worin es immer auch um die Berechtigung der Mitfanzierung dieser Ausstellung durch den Berliner Senat ging.

Mythen in Tüten - Jack Parsons und Ron Hubbard

Die nachfolgenden Texte widmen sich der Legende, Ron Hubbard habe im Auftrag des LAPD oder gar des FBI die Agape-Lodge des O.T.O. unter Jack Parsons unterwandert und zerstört. Ich werde zeigen, daß diese, von der Scientology Kirche in die Welt gesetzte Legende frei erfunden ist und letztlich nur der Camouflierung ihrer okkulten Wurzeln und Quellen dient.