Mittwoch, 23. August 2017
 

Das Innenleben der Geheimdienste

Wenn man etwas über das Innenleben eines Geheimdienstes, über das Selbstverständnis seiner Mitarbeiter und das Verständnis der Mission, die zu haben ein solcher Dienst für sich beansprucht, ist das Buch Spycatcher. Enthüllungen aus dem Secret Service von Peter Wright die richtige Lektüre.

Das liegt daran, daß es einerseits von Peter Wright als einem absoluten Insider erzählt wurde, der fast vierzig Jahre für einen der ältesten, berühmtesten und effizientesten Geheimdienste der Welt, den MI5, in führender Position als Agentenjäger arbeitete. Aufgeschrieben wurde Wrights Bericht von Paul Greengrass, einem Schriftsteller und bekannten Regisseur (u.a. "Bourne Verschwörung" und "Bourne Ultimatum"). Andererseits erzählt Peter Wright in wohltuendem Gegensatz zu vergleichbaren Büchern aus dem deutschen Sprachraum angenehm unprätentiös und uneitel, der Begriff "Enthüllungen" rutschte erst den deutschen Übersetzern in den Titel, im Original heißt das Buch unspektakulär "Spycatcher: The Candid Autobiography of a Senior Intelligence Officer". Wright moralisiert nicht, er nervt den Leser nicht mit ideologischen Grundsatzerörterungen und er zeigt mit keinem einzigen Wort das Bedürfnis, sich nach dem Ausstieg aus dem MI5 nun als geläutert profilieren zu müssen, was Markus Wolfs Autobiografie "Spionagechef im geheimen Krieg" - so interessant sie dessen ungeachtet ist - schwer lesbar macht. Gleichzeitig stimmt das Buch ein bisschen wehmütig, denn es berichtet aus einer Zeit, als Agenten - zumindest einige von ihnen - noch Persönlichkeiten waren, auf jeden Fall keine megalomanischen Spinner, die in Raumschiff-Enterprise-Kulissen ihre idiotischen Spielchen spielen, seit Jahren ein gigantisches Sammelsurium reinen Wahnsinns produzieren und am Ende ihr Insiderwissen verhökern.

Doch nun zu "Spycatcher". Die Darstellungen zum MfS einerseits und denen zur Organisation Gehlen und zum BND andererseits kennzeichnet in erster Linie ein völlig überzogener und aufgeblasener Bedeutungshorizont. Peter Wright hingegen zeigt an etlichen Stellen im Buch den grotesken und teilweise lächerlich anmaßenden Aspekt im Innenleben der Geheimdienste auf. Beispielhaft seinen zwei Passagen zitiert.

Auf den ersten Blick war das Leben eine Mischung aus dem Lächerlichen und dem Erhabenen. Jedes Jahr wurde das Büro buchstäblich wegen der Teilnahme am Lord's Test Match geschlossen, bei dem der MI5 eine inoffizielle Ecke in der Lord's Tavern hatte. Und jeden Morgen verbrachten die leitenden Angestellten fast ausnahmslos die erste halbe Stunde des Tages über dem Kreuzworträtsel der Times. Die Telefone mit den Sprachverzerrern, die normalerweise die höchsten Geheimnisse der westlichen Welt wiedergaben, übertrugen eine Reihe von bizarren, verschlüsselten Fragen von Büro zu Büro.
http://en.wikipedia.org/wiki/Lord's_Cricket_Ground
http://en.wikipedia.org/wiki/Lord's_Cricket_Ground#Test_matches_at_Lord.27s

Schon als ich das erste Mal an einer Sitzung des Colemore-Komitees teilnahm, erkannte ich, daß dies Zeitverschwendung war. Die Diskussion am Vormittag war planlos und ungeordnet, und nach Bier, Gin und jeder Menge Rotwein waren nur noch wenige Mitglieder des Komitees in der Lage, ihre Aufmerksamkeit komplexen wissenschaftlichen Fragen zu widmen. Nach des Tages Arbeit lud Peter Dixon uns alle in die Stadt zu weiterem Schmausen und Bechern ein. Nie werde ich Dick Whites Gesicht vergessen, als wir gegen Mitternacht in einem weniger feinen Club in Soho gelandet waren, dessen Darbietungen man in höflicher Umschreibung ein "exotisches Kabarett" nennen könnte. Er lächelte die rotgesichtigen Herren am Tisch schwach an, aber ich konnte sehen, daß er genau wie ich das Gefühl hatte, daß dies nicht die Antwort auf die tiefsitzenden wissenschaftlichen Probleme des MI5 war.

Ein anderer, für die Mitarbeiter der Dienste offensichtlich ziemlich wichtiger Aspekt hingegen wird in deutschen Darstellungen, aber auch in Serien wie "24", komplett unterschlagen - der Job als Agent und Agentenjäger war nicht zuletzt auch ein Riesengaudi für die Geheimdienstler - und ist es vermutlich auch heute noch.

Aber im großen und ganzen waren die fünfziger Jahre die des Spaßes, und die Abteilung A ein Ort ansteckenden Gelächters. Wie Hugh Winterborn immer sagte: "MI5 ist ein großartiges Leben, wenn man die Aufregung ertragen kann!" [...] Einen ähnlichen Einsatz gab es auch gegen die polnische Botschaft in der Portland Street. Das Nachbarhaus stand vorübergehend leer, und Al drang ein, um Mikrofone zu installieren. Hugh Winterborn und ich leiteten ein Team von zwölf Beamten der Abteilung A. Stille war oberstes Gebot, denn wir wußten, daß sich im Zielhaus ständig jemand aufhielt. Ich bestand darauf, daß alle ihre Schuhe auszogen, um auf den nackten Dielen keinen Lärm zu machen. Wir arbeiteten vier Stunden lang ohne Unterbrechung in bitterer Kälte. Alle Dielenbretter im ersten Stockwerk waren angehoben, und ich deponierte geduldig Kabel um die Leerstellen zwischen den Trägerbalken. Nach einiger Zeit blieb ein Kabel an einem gesplitterten Dielenbalken hängen. Ich konnte es aus meiner Position nicht lösen und ließ mich langsam hinab, bis mein Fuß Halt auf einem Mauernagel fand, der aus einem Träger herausragte. Gerade als ich mich zu dem verhedderten Kabel bückte, gab der Nagel nach, und ich durchbrach die Decke zum darunterliegenden Stockwerk. Ein großer Teil der Decke fiel vier Meter tief auf den Boden und hallte rund um den Portland Place wie eine Bombe wider. Lärm und Staub legten sich, und ich steckte in Hüfthöhe in der Decke fest. Einen Moment lang herrschte absolute Stille.
"Gut, daß wir unsere Schuhe ausgezogen haben", meinte Winterborn trocken, während Gelächter durch das leere Gebäude dröhnte.

Pleiten, Pech und Pannen - Peter Wright erzählt ausführlich und fast genüßlich auch von diesem dritten Aspekt, der meist unterschlagen wird.

Mitte der fünfziger Jahre gab sich der MI6 nie mit einem Unglück zufrieden, wenn eine Katastrophe im Bereich des Möglichen lag. Das beste Beispiel, das ich dafür kenne, betraf einen ihrer Ausbildungseinsätze. Sie plazierten einen jungen Angestellten in eine Wohnung des MI6 und setzten ein Team von Neulingen darauf an, ihn zu finden und zu befragen. MI5 wurde über diese Operationen routinemäßig für den Fall informiert, daß etwas schiefging.
[...]
Eines Nachmittags wurde die Abteilung A2 vom MI6 telefonisch um Hilfe gebeten. Die Suchgruppe des MI6 hatte offensichtlich die Stockwerke des Apartmentgebäudes, in dem ihr Opfer eingeschlossen war, falsch gezählt. Sie öffneten das Schloß der Wohnung im Stockwerk darüber und gingen daran, sich den Mann vorzunehmen, den sie drinnen vorfanden. Er beteuerte natürlich seine Unschuld, aber da die Suchenden glaubten, dies sei ein Teil der List, erinnerten sie sich an das, was im Ausbildungsbuch des MI6 unter dem Kapitel "Überredungskunst" stand und gingen zu Werk, wie das nur begeisterte Amateure können. Als sie fertig waren, war der Mann splitterfasernackt und sang wie ein Vogel. Er war ein Juwelendieb, der kürzlich reiche Beute gemacht hatte. Er gab die noch in seinem Besitz befindlichen Klunker offensichtlich in dem Glauben heraus, daß seine Bezwinger Besucher aus der rachegierigen Unterwelt waren.

Der vierte Gesichtspunkt, der gerne unterschlagen wird, ist die Illoyalität der Dienste gegenüber ihren Mitarbeitern und Agenten, und zwar besonders dann, wenn sie den Dienst quittiert haben. Allerdings war das MfS, wenn man den diesbezüglichen Berichten glauben kann, da eine Ausnahme, das Ministerium kümmerte sich fast fürsorglich um seine Ex-Agenten und -Mitarbeiter, solange sie nicht als Verräter galten. Doch denen gegenüber waren und sind alle Dienste der Welt wenig verständnisvoll und oft noch weniger zimperlich.

Ich fuhr mit einem Taxi zu Ustinovs Wohnung in Kensington und erwartete einen Helden der Geheimdienstwelt zu treffen, der im ehrenvollen Ruhestand lebte. Aber Ustinov und seine Frau saßen in einer schäbigen Wohnung, umgeben von Stapeln alter, ledergebundener Bücher. Er versuchte Geld zu beschaffen, indem er seine schnell kleiner werdende Bibliothek verkaufte.
Trotz der äußeren Umstände war Ustinov über meinen Besuch erfreut. Er war bis in die Fingerspitzen ein Spieler des großen Spieles geblieben. Eine Flasche Wodka und zwei Gläser wurden gebracht, und er begann sich in die Pläne zu vertiefen, die ich mitgebracht hatte. [...] Als der Wodka wirkte, begannen wir über frühere Zeiten zu sprechen. Er war ein alter Mann, aber sein Gedächtnis war taufrisch. Tränen liefen ihm über die Wangen, als er mir erzählte, was er und zu Putlitz für Großbritannien getan hatten. Schließlich war es mit seiner Zurückhaltung vorbei.
"Ich habe das alles gemacht, Peter, aber sie lassen mich hier sitzen. Meine Frau und mich ... ohne einen Penny."
"Aber wie steht es mit Ihrer Pension?" fragte ich.
"Pension? Ich erhalte keine Pension", gab er erbittert zurück. "Wenn man für sie arbeitet, denkt man nicht an die Zukunft, an das Alter. Man macht es aus Überzeugung. Und wenn die Zeit zum Sterben kommt, lassen sie einen im Stich."
Ich saß stumm da. Es schien fast unglaublich, daß dieser Mann unter solchen Umständen leben mußte, beinahe zum Betteln gezwungen. Ich wollte ihn fragen, warum ihn Churchill und Vansittart vergessen hatten, aber ich fühlte, daß ihn das nur noch mehr verletzen würde. Ustinov trank und faßte sich.
"Aber es hat Spaß gemacht", sagte er schließlich. Mit zitternder Hand goß er sich einen neuen Wodka ein. Es herrschte einen Augenblick Schweigen, dann begann er wieder zu sprechen.
"Mein Junge. Er ist Schauspieler." Er zeigte auf ein Bild des jungen Peter auf dem Kaminsims. "Haben Sie Kinder, Peter?" Ich erzählte ihm, daß ich drei hätte. Zwei Mädchen und einen kleinen Jungen.
"Raten Sie ihnen, nicht einzutreten", sagte er ruhig. "Ich möchte) nicht, daß sich mein Junge an diesem Spiel beteiligt. Die Herren leiten das Geschäft, und Herren haben ein kurzes Gedächtnis ..."
http://de.wikipedia.org/wiki/Jona_von_Ustinov
http://de.wikipedia.org/wiki/Robert_Vansittart%2C_1._Baron_Vansittart

Hier eine sehr interessante Passage im Kontext zur Schwarzen Internationale - Peter Wright erzählt von Victor Rothschild und seinen Verbindungen in die Gesellschaft des Vereinigten Königreichs zu jener Zeit.

1958, als das Technics Document geprüft wurde, stellte mich Hollis einem Mann vor, der sich um die Modernisierung des MI5 sehr bemühte - Victor Rothschild. Rothschild hatte während des Krieges beim MI5 gearbeitet (er erhielt die George Medal für das Entschärfen von Bomben), und er unterhielt noch immer Freundschaften mit vielen der leitenden Beamten, besonders mit Dick White. Als ich Rothschild kennenlernte, war er der Forschungsleiter bei Shell. Ihm unterstanden weltweit mehr als 30 Labors. Hollis erzählte ihm von meiner Ernennung zum Wissenschaftler beim MI5, und Rothschild zeigte Interesse an mir. Er lud mich zum Abendessen in seiner eleganten Londoner Wohnung am St. James's Place ein.
Ich bezweifle, daß ich je einen Mann kennengelernt habe, der mich so sehr beeindruckte wie Victor Rothschild. Er war ein glänzender Wissenschaftler, Mitglied der Royal Society mit großem Wissen in Botanik und Zoologie, und seine besondere Vorliebe galt der Struktur von Spermatozoen. Aber er ist wesentlich mehr als ein Wissenschaftler gewesen. Seine Verbindungen in Politik, Geheimdienst, Bankwesen, öffentlichem Dienst und im Ausland sind legendär. Es gibt nur wenige Fäden in der nahtlosen Robe der britischen Oberschicht, die nicht irgendwann durch das Öhr von Rothschilds Nadel gegangen sind.
Rothschild war fasziniert von meinen Plänen für die Modernisierung des MI5 auf wissenschaftlicher Basis und bot mir viele seiner eigenen Vorschläge an. Ich erkannte bald, daß er an Gerüchten und Intrigen der geheimen Welt ungemein interessiert war, und wir tauschten Geschichten über einige der absonderlicheren Kollegen aus, die er aus der Kriegszeit in Erinnerung hatte. Wir sprachen bis spät in die Nacht, und ich verließ ihn mit dem Gefühl, daß mit seiner Rückendeckung große Leistungen möglich waren.
Rothschild bot an, dem MI5 einige seiner Shell-Labors zur Verfügung zu stellen, und er begann die Arbeit an einer Vielfalt von technischen Neuerungen, insbesondere einem speziellen Fett, das Anlagen schützte, die lange Zeiträume eingegraben wurden. Das Fett wurde entwickelt, und MI5 sowie MI6 verwendeten es in großem Umfang. Rothschild schlug auch vor, daß ich an Sir William Cook, damals stellvertretender Leiter des Atomwaffenforschungsinstituts (AWRE), mit der Bitte um Mittel herantrat. Ich kannte Cook, aber Rothschild war ein guter Freund von ihm, und seine zeitlich abgestimmte Fürsprache erleichterte meinen Besuch erheblich.
http://en.wikipedia.org/wiki/Victor_Rothschild%2C_3rd_Baron_Rothschild

Zum Abschluß zitiere ich einen Abschnitt, in dem Peter Wright über seine Begegnung mit Tom Driberg berichtet. Diese Passage dürfte als Ergänzung zu dem Buch "Aleister Crowley und die Versuchung der Politik" von Marco Pasi für all jene interessant sein, die sich ernsthaft mit Crowleys Leben und Wirken beschäftigen.

Alte Hasen der Abteilung D sahen Gruppen wie die WRP (Workers' Revolutionary Party), die SWP (Socialist Workers' Party) und die Bewegung für nukleare Abrüstung (CND) als größtenteils unbedeutende Stücke des Puzzles an. Natürlich mußte man sie im Auge behalten, aber wir wußten, daß sie nicht die größten Ziele von KGB-Attacken waren. Das waren die Geheimdienste, der öffentliche Dienst und in den sechziger Jahren zunehmend die Gewerkschaften und die Labour Party.
Seit den sechziger Jahren war eine Unmenge von Material über die Unterwanderung der beiden zuletzt genannten Körperschaften in die Akten des MI5 geflossen, vor allem durch die beiden tschechoslowakischen Überläufer Frolik und August. Sie bezeichneten eine Reihe von Labour-Politikern und Gewerkschaftsführern als Ostblockagenten. Einige waren sicher wohlbegründet, so der Fall des Parlamentsmitgliedes Will Owen. Er gab zu, in einem Zeitraum von zehn Jahren Tausende von Pfund für die Weitergabe von Informationen an tschechoslowakische Geheimdienstoffiziere erhalten zu haben. Und doch wurde er 1970 vor Gericht freigesprochen. Es wurde betont, er hätte keinen Zugang zu Geheiminformationen gehabt. Außerdem konnte der Überläufer aus der CSSR keine Urkundenbeweise für seine Behauptungen vorlegen.
Tom Driberg war ein weiteres von den beiden Überläufern benanntes Parlamentsmitglied. Ich traf mich mit Driberg, und er gab schließlich zu, gegen Bezahlung Material an einen CSSR-Führungsoffizier geliefert zu haben. Eine Zeitlang führten wir Driberg weiter, aber außer einer Unzahl schlüpfriger Einzelheiten über Kavaliersdelikte innerhalb der Labour Party hatte er nichts Interessantes für uns.
Seine einzige nachhaltige Geschichte betraf einen Minister, dem er seine Wohnung für eine diskrete Liebesaffäre zur Verfügung gestellt hatte. Driberg war entschlossen, die Identität der Frau herauszufinden, die die Gunst des Ministers genoß. Eines Abends, nachdem der Minister gegangen war, durchsuchte er die Wohnung und fand einen an ein prominentes weibliches Mitglied der Labour Party adressierten Brief. Driberg behauptete, von seiner Entdeckung entsetzt gewesen zu sein, den Minister darauf angesprochen und ihm zu mehr Vorsicht geraten zu haben. Da Driberg diese Geschichte mit Sicherheit an seine tschechoslowakischen Freunde lieferte, wirkte seine Sorge um die Privatsphäre der Labour Party mehr als aufgesetzt.
http://en.wikipedia.org/wiki/Tom_Driberg
http://www.spartacus.schoolnet.co.uk/PRdribergT.htm

Hier dieselbe Passage im englischen Original:

Veterans of D Branch viewed groups like the WRP, SWP, and Campaign for Nuclear Disarmament (CND) as largely irrelevant pieces of the jigsaw. Certainly an eye should be kept on them, but we were quite satisfied they were not the major objects of KGB attack. These were the Intelligence Services, the Civil Service, and increasingly in the 1960s, the trade unions and the Labor Party.
Since the 1960s a wealth of material about the penetration of the latter two bodies had been flowing into MI5's files, principally from two Czechoslovakian defectors named Frolik and August. They named a series of Labor Party politicians and trade union leaders as Eastern Bloc agents. Some were certainly well founded, like the case of the MP Will Owen, who admitted being paid thousands of pounds over a ten-year period to provide information to Czechoslovakian intelligence officers, and yet, when he was prosecuted in 1970, was acquitted because it was held that he had not had access to classified information, and because the Czech defector could not produce documentary evidence of what he had said at the trial.
Tom Driberg was another MP named by the Czech defectors. I went to see Driberg myself, and he finally admitted that he was providing material to a Czech controller for money. For a while we ran Driberg on, but apart from picking up a mass of salacious detail about Labor Party peccadilloes, he had nothing of interest for us.
His only lasting story concerned the time he lent a Cabinet Minister his flat so that the Minister could try and conduct an affair in strict privacy. Driberg was determined to find the identity of the woman who was the recipient of the Minister's favors, and one evening after the Minister had vacated, he searched the flat and found a letter addressed to a prominent female member of the Labor Party. Driberg claimed to be horrified by his discovery and raised it with the Minister concerned, suggesting that he ought to be more careful in case word of his activities ever became public! Since Driberg was certainly providing the same stories to his Czech friends, his concern for Labor Party confidentiality seemed hollow, to say the least.

Spycatcher. Enthüllungen aus dem Secret Service.
von Peter Wright, Paul Greengrass
Ullstein Tb 1989, ISBN-13: 978-3548344867
http://www.amazon.de/Spycatcher...

Weiterführende Links zu Peter Wright und seinem Buch:
http://en.wikipedia.org/wiki/Peter_Wright
http://en.wikipedia.org/wiki/Spycatcher
http://www.mi5.com/security/mi5org/spycatcher.htm
http://www.spartacus.schoolnet.co.uk/SSwright.htm
http://news.bbc.co.uk/2/hi/uk_news/216868.stm (scrollen)