Donnerstag, 14. Dezember 2017
 
Hinweis in eigener Sache: Die Texte in dieser Rubrik dienen ausdrücklich nicht dazu, Scientology und Dianetik zu rechtfertigen. Sie sollen vielmehr einen, im Diskurs sonst unüblichen Blick hinter die Kulissen zu werfen und Aspekte der Historie von Scientology aufzuzeigen, die üblicherweise unbeachtet bleiben. Mir ist beispielsweise nicht bekannt, dass irgendeiner der beruflich oder in eigener Mission tätigen Kritiker von Scientology die FBI-Akten zu Rate gezogen hätte, um zu ergründen, was sich da jenseits der, von Scientology in die Welt gesetzten, Mythen und tatsächlich zwischen Jack Parsons und dem FBI abspielte. Ich habe es getan. Zweck der Übung ist also nicht, die Lehren der Dianetik und das Wirken von Scientology zu verteidigen. Allerdings halte ich es für durchaus erforderlich, die Glaubens- und Religionsfreiheit zu verteidigen und auch, wenn viele das zu glauben scheinen - es existiert keine Liste in Ergänzung zu Artikel 4 des Grundgesetzes für die Bundesrepublik Deutschland, in welcher festgelegt ist, was geglaubt werden darf und was nicht. Der an dieser Stelle gerne zur Anwendung gebrachte Trick, diesem oder jenem Glaubenskonstrukt einfach die religiöse Qualität abzusprechen, ist in höchstem Maße unredlich und hat entgegen den Behauptungen derjenigen, die das tun, wenig bis nichts mit Wissenschaft zu tun.

Mythen in Tüten - Jack Parsons und Ron Hubbard

Die nachfolgenden Texte widmen sich der Legende, Ron Hubbard habe im Auftrag des LAPD oder gar des FBI die Agape-Lodge des O.T.O. unter Jack Parsons unterwandert und zerstört. Ich werde zeigen, daß diese, von der Scientology Kirche in die Welt gesetzte Legende frei erfunden ist und letztlich nur der Camouflierung ihrer okkulten Wurzeln und Quellen dient.

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Interview mit Sabine Weber, Präsidentin der Scientology Kirche Berlin e.V.

Geführt als E-Mail-Korrespondenz nach einem persönlichen Gespräch in der Niederlassung der Scientology Kirche in Berlin am 20.03.2008

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Wie ein Interview zustande kommen kann - Eine kleine Nachbetrachtung

Als die AHA-Redaktion im Herbst 2007 beschloss, uns in einem Themenheft der Scientology Kirche zu widmen, war schnell klar, dass wir uns um möglichst repräsentative Gesprächspartner aus der Kirche bemühen und versuchen werden, sie für ein, zwei Interviews zu gewinnen, und zwar mit dem Ziel, dem Leser eine authentische Darstellung aus der Innenperspektive im Kontext unserer Darstellung präsentieren zu können.

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Original vs. Fälschung - Crowley, Hubbard und der Okkultismus in Scientology
Einige notwendige Anmerkungen zum Interview mit Sabine Weber

"Erwarte ihn nicht von Osten, nicht von Westen; denn aus keinem erwarteten Hause kommt das Kind. Aum! Alle Worte sind heilig und alle Propheten wahr; ausgenommen nur, daß sie wenig verstehen; löse die erste Hälfte der Gleichung auf, laß die zweite unangetastet. Aber Du hast alles in klarem Lichte, und einiges, obschon nicht alles, im Dunkeln."
Liber L. vel Legis, Vers I/56

In Sabine Weber Antworten im vorgelegten Interview hier finden sich einige Punkte, die ich extrem ärgerlich finde - wie ich das immer tue, wenn jemand aus grober Unkenntnis heraus Urteile fällt, also sich ausgesprochen ignorant zeigt. Deshalb reiche ich hier einige Anmerkungen zu diesen Punkten nach.

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